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Kinder und Jugendhilfe

Grundsätzliches Selbstverständnis

Der pädagogische Ansatz unserer Arbeit findet sich sowohl in der Gruppen- als auch in der Einzelarbeit wieder. Die Lebensweltorientierung der jungen Menschen ist ein integraler Bestandteil der Arbeit. Die pädagogischen Leitlinien der Kinder und Jugendhilfe orientieren sich zum einen an der jeweiligen aktuellen Situation des einzelnen jungen Menschen und zum anderen an der Gesamtgruppe. Durch unser fachliches Einwirken sollen die Bedürfnisse des Einzelnen oder die der Gruppe und die Anforderungen des sozialen und gesellschaftlichen Umfeldes in Einklang gebracht werden. Das Ziel unserer Pädagogik ist ferner, den jungen Menschen zu befähigen, sich zu einer sozialen, selbständigen und eigenverantwortlichen Persönlichkeit zu entwickeln.

Leitbilder

Dieses Handeln ist geprägt von einer humanistischen ethischen Grundeinstellung. Wir unterstützen und fördern junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung.

Den Eltern bieten wir im Rahmen unserer Familien- und Jugendarbeit Unterstützung und Anregung im Umgang mit dem jungen Menschen. Wir verstehen uns als Partner aller am Erziehungsprozess beteiligten Personen und nehmen auch die positiven Erwartungen und Anregungen der Eltern in unsere Arbeit auf.

Um eine adäquate Hilfestellung bieten zu können, orientieren wir uns stets an der Lebenswelt der jungen Menschen, ihrer Identität, ihrer Lebensgeschichte, ihren Lebensverhältnissen und ihren Wahrnehmungen. Die freiwillige, alters- und entwicklungsangemessene Beteiligung der jungen Menschen am Planungs- und Entscheidungsprozess des jeweiligen Hilfekonzepts ist ein systemimmanenter Teil unseres Angebots. Wir fördern zudem die Gestaltung des Alltags und der Umwelt der jungen Menschen.

Der Verein Kinderwohl- Hilfen für junge Menschen e. V. ist ein Bestandteil der Angebotsvielfalt der gesetzlichen Kinder- und Jugendhilfe. In Kooperation mit unseren Auftraggebern und anderen sozialen Institutionen arbeiten wir im Sinne unserer Klientel zuverlässig, bedarfs- und leistungsorientiert. Wir gestalten Entwicklungsprozesse in Kinder- und Jugendhilfegremien mit und leisten konstruktive Mitarbeit auf kommunaler Ebene. Dabei stellen wir uns den gesellschaftlichen Veränderungen, die uns ein ständiger Impuls sind zur Erneuerung unserer pädagogischen und therapeutischen Konzepte und Angebote.

Methodische Grundlagen

Die Grundlage unserer Arbeit ist die emotionale Beziehung zu den Bezugspersonen und deren Verlässlichkeit, die dem jungen Menschen die notwendige Sicherheit vermitteln, um sich mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen, sich auszuprobieren und neue Verhaltensweisen erlernen zu können. Durch einen strukturierten Tagesablauf, unter Einbindung von immer wiederkehrenden Prozessen, soll ein gemeinsames Leben und Erleben ermöglicht werden, welches die Basis für eine vertrauensvolle, einschätzbare und gegenseitig akzeptierende Beziehung bildet. Alle an der Erziehung eines jungen Menschen beteiligten Personen werden im Sinne einer systematischen Ordnung einbezogen. Wir leisten eine individuelle, zielorientierte Familienarbeit. Dies geschieht durch geschultes Fachpersonal im Gruppendienst und wird durch gruppenübergreifende Kräfte unterstützt. Klienten bezogene Termine werden individuell vereinbart und werden in regelmäßigen Intervallen angeboten. In unseren individuellen Förderangeboten wird der Einzelne nach seiner Entwicklung, seinen Bedürfnissen und pädagogischem Bedarf, gefördert. Wir setzen den uns anvertrauten jungen Menschen grenzen, vereinbaren Regeln, lassen jedoch auch Freiräume, die Orientierungshilfen und Sicherheit vermitteln, sowie eigene Erfahrungen ermöglichen. Weiterhin fließen erlebnispädagogische Anteile in unsere Arbeit mit ein. Campingfreizeiten und Ferienmaßnahmen werden regelmäßig im In- und Ausland durchgeführt. Die Ferienmaßnahmen werden sowohl gruppenintern als auch gruppenübergreifend angeboten.

 

Themenecke

Projekt Pefki-Sommerzeit

Sommereindrücke

Ob Angeln, Wandern, Schwimmen, ob Strandtennis, Schach oder Backgammon, bei Sport, Spiel und Spass bieten sich auch in den Schulferien vielfältige Möglichkeiten, neue Eindrücke zu sammeln, neue Erfahrungen zu machen und Ausdauer, Geschicklichkeit und logisches Denken zu trainieren.

 

Me(h)er- Vergnügen

Kleine Wellenbrecher, ausgelöst durch kleinere Erdbeben in der Gegend, sind keine Seltenheit, aber immer wieder eine Freude für die "Wasserratten"

 

Schachmatt!

Denken, bis der Kopf qualmt....und die Sonne schachmatt ist!

 

Angelausflug

G., 18 Jahre:

Gestern nachmittag nutzten wir mal wieder die Gelegenheit, angeln zu gehen. Meine persönliche Ausrüstung bestand aus einer relativ kurzen Sportangel der Klasse A. Fischfutter, Angelhaken mit drei Krallen und eine kleine Sammlung Gewichte. Ich formte eine mittelgroße Kugel Fischfutter und befestigte diese an dem Haken. Nach diesen Vorbereitungen, warf ich meine Angel aus. Der Köder war gerade mal auf der Wasseroberfläche aufgekommen, schon hing der erste Fisch am Haken. Völlig überrascht von dem schnellen Anbeissen, zog ich die Angel mit einer schnellen, aprupten Bewegung nach oben, um sicher zu gehen, dass der Haken gut sitzt. Allerdings bog sich die Spitze meiner Angel bei jedem Anziehen etwa im 90 °- Winkel nach unten. Das war schon sehr ungewöhnlich. Zuerst dachte ich, mein Angelhaken habe sich in den Felsen verfangen, aber das konnte ja eigentlich nicht sein, wenn sich die Angel immer wieder so durchbog. Folglich musste da ein sehr großer Fisch am Haken hängen! Um die Sache etwas einfacher zu machen, öffnete ich die Bremse, damit ich den Fisch vorsichtig und langsam zu mir herziehen konnte, was allerdings ganz schön Kraft kostet, denn so ein Fisch hat eine ziemliche Ausdauer....

Nach ca. 15 Minuten ziehen und gezogen werden, hatte ich es geschafft, den Fisch so nahe an mich heranzubringen, dass ich ihn eigentlich mit meinem Kescher aus dem Wasser hätte holen können. Gerade, als ich den Kescher ins Wasser eintauchte, nahm der Fisch wohl seine letzten Energiereserven zusammen und suchte, immer noch am Haken, das Weite. Nun war er wieder 20 Meter weit von mir weg! Mittlerweile hatten sich alle um mich herum versammelt, um meinen Kampf mit diesem Prachtstück zu verfolgen. Ich kam ganz schön ins Schwitzen! Zähneknirschend nahm ich erneut das Tauziehen auf, und als ich ihn endlich wieder vor mir hatte, und einen zweiten Versuch unternahm, den Fisch (es war übrigens ein ca. 2 Kilo schwerer Zander), mit meinem Kescher aus dem Wasser zu holen, zog der Zander steil nach unten und verhakte dabei meine Angelschnur zwischen den Felsen im Meer. Die Schnur riss und.......meine Beute entschwand in den unergründlichen Tiefen des Mittelmeeres! Ich wusste wirklich nicht, ob ich jetzt lachen oder weinen sollte. So ein Pech! Aber es war ein Erlebnis, welches ich nicht vergessen werde, und außerdem....auch von den Anderen hat an diesem Tag keiner etwas gefangen! Das ein Angeltag auch erfolgreicher verlaufen kann, beweist dieses Foto!

 

Strandausflug

Z., 16 Jahre und L., 15 Jahre

Wir finden, dass einer der allerschönsten Tage dieses Sommers unser Ausflug an den Strand von Kastri war. Wir haben uns alle früh am Morgen mit unserer Lehrerin getroffen und sind mit Rucksäcken voll Essen und Wasser gleich losgelaufen. Zuerst mussten wir etwa zwei Kilometer lang am Strand gehen. Hier gibt es keinen Sandstrand, sondern Kiesstrände und das ist ganz schön anstrengend zum laufen. Immer wieder ist einer von uns ausgerutscht oder hingefallen. Nachdem wir dann so nach und nach alle mal auf die Nase gefallen sind kamen wir dann in eine Gegend, in der es Überreste von Bunkern aus dem zweiten Weltkrieg zu besichtigen gibt. Dort ist ein sehr steiler Berg mit viel Dornensträuchern und Olivenbäumen, auf dem die Bunkerüberreste liegen. Auf dem Weg nach oben gibt es kaum Möglichkeiten, sich festzuhalten, außer an den Sträuchern und den Bäumen. Dabei kommt man ganz schön ins Schwitzen. Als wir dann endlich an der ersten Stelle ankamen, einer etwas tiefer gelegenen Betonterrasse, die zum Meer hin offen ist, und auf der früher Kanonen stationiert waren, genossen wir einen wunderschönen Ausblick auf das Meer.

Da es noch sehr früh morgens war und die Hitze noch erträglich, machten wir hier eine kurze Rast und viele Fotos. Es ging ein angenehm kühler Wind und wir wären am liebsten da geblieben, aber unser Endziel war noch weit. Also machten wir uns an den restlichen steilen Anstieg nach oben zum Hauptbunker. Langsam begann es, unerträglich warm zu werden. Der Aufstieg war von viel Lachen begleitet, denn immer wieder rutschte einer ab, oder musste geschoben werden! Wir besichtigten kurz den großen, halb aus der Erde ragenden Bunker, in den man auch hineingehen kann. Leider sind die unterirdischen Gänge zugemauert worden, die zu weiteren unsichtbar unter der Erde liegenden Bunkern in der Gegend führten. Dann machten wir uns schnell an den Abstieg, der natürlich viel angenehmer war. Unten angekommen, sahen wir uns noch den Eingang eines weiteren früheren Bunkers an, über dem eine in Stein gemeißelte Inschrift war. Allerdings konnten wir nicht herausfinden, was diese bedeutete. Endlich konnten wir jetzt unseren Ausflug am Strand fortsetzen, wo die Temperatur viel angenehmer war. Der Strand ist dort aber nicht durchgehend begehbar. An vielen Stellen ist der Weg von Felsen versperrt. Also mussten wir unsere Rucksäcke auf den Rücken nehmen, die Schuhe ausziehen und unter viel Lachen und Gerutsche an den Felsbrocken entlang durchs Wasser gehen. Aber die Anstrengungen haben sich gelohnt!

Wir kamen endlich an einem wunderschönen langen Kiesstrand an, auf dem es auch einen großen Felsen gab. Diesen haben die Jungs gleich für sich eingenommen und beobachteten alles aus "sicherer Entfernung".

Wir packten erst einmal unser mitgebrachtes Essen aus und stärkten uns, bevor wir ins Wasser sprangen. Auch im Wasser gab es einen schönen großen Felsen. Das Meer war sogar tief genug an dieser Stelle, um vom Felsen aus hineinzuspringen!

Wir spielten abwechselnd Strandtennis, wobei die erstaunlichsten Sprünge zustande kamen und auch der eine oder andere unerwartet im Wasser landete.....

Am Besten war allerdings unsere Schlammkur. Wi rMädchen rieben uns von Kopf bis Fuß mit rotem Lehm und Sand ein und machten ein schönes Hautpeeling, während die Jungs auf ihrem Felsen hockten und sich kaput tlachten. Dafür mussten sie aber bitter büßen, wir haben sie daraufhin nämlich mit Sandbomben beworfen, bis sie von ihrem Felsen herunterkamen!!

Es war ein wunderschöner Tag und gegen vier Uhr nachmittags machten wir uns wieder auf den Heimweg. Wir wären gerne noch länger geblieben, aber ganz bestimmt machen wir diesen Ausflug nächsten Sommer wieder!

 

S., 15 Jahre:

Gerade erst angekommen..

Ich bin jetzt erst 3 Wochen im Projekt in Pefki. Für mich ist Pefki ein schöner Ort, mit vielen Eindrücken. Ich war bis jetzt eigentlich immer am Strand nach der Schule und der Ausblick vom Strand ist gewaltig. Man sieht die fernen Berge und wenn man Glück hat, auch Delfine. Außerdem kann man Schnorcheln und Fische beobachten. Der Zusammenhalt in der griechischen Familie ist enorm. Wenn jemand Probleme hat, wird darüber gesprochen, wenn jemand Hilfe braucht, wird geholfen. Uns wird das Leben gezeigt, wie ich es gerne in Bremen haben würde. Ich tue hier viel mehr für mich, als für andere. Ich kümmere mich mehr um meine Probleme und stelle mich ihnen.

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